Was sind
Streuobstwiesen?
Entdecke die faszinierende Welt traditioneller Obstkultur und ihre Bedeutung für unsere Umwelt.
Definition
Streuobstwiesen sind traditionelle Formen des Obstbaus mit hochstämmigen Obstbäumen in weiträumigen Abständen. Die Fläche wird extensiv bewirtschaftet und das Grünland unter den Bäumen als Wiese oder Weide genutzt.
Der Name "Streuobst" leitet sich von der "gestreuten" Anordnung der Bäume ab, im Gegensatz zu den dichten Reihen moderner Niederstamm-Plantagen.
Wichtige Merkmale
- • Hochstämmige Obstbäume (typisch: 1,60m-1,80m Stammhöhe)
- • Großer Pflanzabstand (meist 8-12m)
- • Extensive, naturnahe Bewirtschaftung
- • Unternutzung als Wiese, Weide oder Brache
- • Verschiedene Obstsorten und Altersklassen
Ökologische Bedeutung
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie bieten Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten.
- • Brutplätze für seltene Vogelarten
- • Nahrungsquelle für Insekten
- • Schutz vor Bodenerosion
- • Klimaregulierung durch CO₂-Speicherung
Mehr zur Ökologie im Streuobst-Wiki
Kulturelle Bedeutung
Streuobstwiesen sind lebendiges Kulturerbe und Zeugnis traditioneller Landwirtschaft. Sie bewahren alte Obstsorten, die genetische Vielfalt und lokales Wissen.
Viele der über 2.000 regionalen Apfelsorten wären ohne Streuobstwiesen bereits verschwunden.
Bedrohung & Schutz
Seit den 1950er Jahren sind etwa 80% der Streuobstwiesen verschwunden. Intensivierung der Landwirtschaft, Siedlungsbau und mangelnde Pflege sind die Hauptursachen.
Heute bemühen sich Naturschutzorganisationen, Kommunen und Bürger gemeinsam um den Erhalt dieses wertvollen Lebensraums.
Streuobstwiesen in Zahlen
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Hilf dabei, dieses wertvolle Kulturgut zu erhalten und für zukünftige Generationen zu bewahren.